###BROTKRUME###

Beispiele aus dem Trainingsalltag

Unzufriedenheit und Ungeduld

Ein jüngerer Sportler, der bisher immer „gut drauf“ war, zeigt sich in der letzten Zeit häufig mürrisch. Er äußert sich unzufrieden über seine Leistungen und seine Entwicklung, ist nach dem Training oft schlecht gelaunt oder hat etwas an dem geplanten Training auszusetzen. Sie selbst sehen aber keinen Grund zur Beunruhigung. Das Training verläuft planmäßig, Wettkampfleistungen sowie Trainingstests des Athleten liegen voll im Soll.

Wenn die Unzufriedenheit des Athleten anhält, obwohl seine Leistungen objektiv nichts zu wünschen übrig lassen, ist es sinnvoll, hierüber ein klärendes Gespräch zu führen.

  • Sprechen Sie den Sportler auf die Verhaltensänderungen an, die Sie wahrnehmen. Benennen Sie dabei konkrete, äußerlich erkennbare Verhaltensweisen, halten Sie sich mit eigenen Deutungen oder Vermutungen zurück.
  • Besprechen Sie mit dem Sportler seine Bewertungskriterien für die Leistungsentwicklung. Hat sich dort vielleicht etwas verändert? Ist er selbst zielstrebiger geworden, oder hat sich ein Konkurrent, den er immer in Schach halten konnte, deutlich verbessert?
  • Machen Sie deutlich, dass gerade in der Pubertät die körperliche Entwicklung und damit auch die Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit individuell sehr verschieden verlaufen kann und dass sich solche Unterschiede meist später wieder ausgleichen.
  • Erinnern Sie an die gemeinsam vereibarten Zielsetzungen und äußern Sie nachdrücklich Ihre Anerkennung der erbrachten Leistungen.
  • Besprechen Sie mit dem Sportler leistungsfördernde Maßnahmen wie angemessene Ernährung, genügend Schlaf, ausreichende Regeneration und mentale Techniken. Das ist wichtig, damit die Unzufriedenheit des Athleten nicht dazu führt, dass er zu Dopingmitteln greift.

###TEASERLISTE###


gedruckt am  22.05.2013
 - www.trainer-plattform.de ist ein Angebot der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA)