Beispiele aus dem Trainingsalltag

Extreme Wettkampfhäufigkeit

Fußballtrainer bespricht sich mit Mannschaft; Ansicht von unten. Foto: A. Heimken

Immer wieder klagen Trainerinnen und Trainer und auch Sportlerinnen und Sportler über die zunehmende Belastung durch einen immer enger werdenden Wettkampfkalender.

Oft sind es wirtschaftliche Interessen oder auch Notwendigkeiten, die über die Anzahl der Wettkämpfe in einer Saison entscheiden. In der Kritik stehen etwa zusätzliche, auch internationale Spielrunden im Fußball oder Handball – für manche Sportler und Sportlerinnen bedeutet dies um die 70 Spiele pro Jahr. Weitere Beispiele sind die Play-Offs in der Deutschen Eishockey-Liga – mit Verlängerung der möglichen Spielzeit bis zur Entscheidung ohne Penalty-Schießen – oder die Golden League in der Leichtathletik, bei der die großen Preisgelder nur erreichbar sind, wenn man bei allen Stationen am Start und erfolgreich war.

Es ist derzeit nicht abzusehen, dass sich an dieser Praxis dicht aufeinander folgender Wettkämpfe etwas ändern wird. Es gibt jedoch einige wenige Möglichkeiten, die betroffenen Athletinnen und Athleten etwas zu entlasten:

  • Im Mannschaftssport können Rotationen in der Aufstellung in Frage kommen, wie dies zum Beispiel der FC Bayern München praktiziert.
  • Im Nachwuchstraining ist Weitsicht angesagt: Im Zweifelsfall sollte der kurzfristige Erfolg zugunsten langfristiger Ziele zurückgestellt werden. Unter Umständen bedeutet das auch einen Verzicht auf den einen oder anderen Wettkampf.
  • Im Top-Sport empfiehlt sich unter Umständen eine Beschränkung auf das Regenerationstraining in den Hochbelastungsphasen. Vom THW Kiel ist beispielsweise bekannt, dass manche hoch belastete Nationalspieler wie N. Karabatic zeitweilig kaum noch trainieren, wenn die Belastung zu hoch ist.