Beispiele aus dem Trainingsalltag
Gefährliche Unwissenheit
Die Aufklärung über Doping kann gar nicht früh genug erfolgen. Denn nur ein solides Basiswissen über verbotene Substanzen und Methoden schützt vor bösen Überraschungen bei Dopingkontrollen.
Kurz vor dem Wettkampf
Die jungen talentierten Sportler sind zum ersten Ländervergleichskampf ihres Lebens angereist. Am Morgen des Wettkampftages steht die große Mannschaftsbesprechung an. Der betreuende Sportmediziner erwähnt in einer kurzen Ansprache unter anderem, dass möglicherweise Dopingkontrollen bevorstehen, und weist auf die Problematik der Einnahme von Medikamenten hin.
Späte Einsicht
Einige der jungen Sportler „fallen aus allen Wolken“, zwei von ihnen haben sogar ein Medikament genommen, das auf der Verbotsliste steht: Beide sind Asthmatiker und benutzen regelmäßig Asthmasprays, die Kortison enthalten. Dass sie dafür eine medizinische Ausnahmegenehmigung benötigen, hat ihnen vorher niemand gesagt, und jetzt ist es zu spät. Wenn sie auf ihr Glück vertrauen, riskieren sie einen „Dopingskandal“, noch ehe ihre Sportkarriere richtig angefangen hat. Und wenn sie ehrlich sind und vom Wettkampf zurücktreten, ist womöglich für die ganze Mannschaft die Chance vertan.
Aufklärung ist Pflicht
Derartige Pannen zu vermeiden ist in erster Linie Aufgabe von Trainern und Trainerinnen. Es genügt nicht, das absichtliche Doping zu verteufeln und vor zweifelhaften Angeboten zu warnen. Gerade im Bereich des Nachwuchstrainings sind es eher die unvermuteten Dopingfallen wie Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder der Joint auf der Party, vor denen die Jugendlichen eindringlich gewarnt werden müssen.