Rat & Tat
Sorgsamer Umgang mit Medikamenten
Es empfiehlt sich, Sportlerinnen und Sportler (und bei Kindern und Jugendlichen auch deren Eltern) schon frühzeitig zu einem sensiblen Umgang mit dem Thema "Medikamente" anzuhalten.
Kinder und Jugendliche lernen oft schon von ihren Eltern oder den behandelnden Ärztinnen und Ärzten, auf Beschwerden aller Art sofort mit der Einnahme von Medikamenten zu reagieren. Wenn sie sich schon in jungen Jahren an diese "Besserung auf Knopfdruck" gewöhnen, besteht die Gefahr, dass sie als erwachsene Leistungssportlerinnen und –sportler ebenso schnell zu verbotenen Mitteln greifen, wenn ihre Leistung zu wünschen übrig lässt. Versuchen Sie deshalb, gemeinsam mögliche Alternativen zu erarbeiten.
Gegen viele Krankheiten ist "ein Kraut gewachsen"
Bei zahlreichen Erkrankungen ist es nicht unbedingt notwendig, Medikamente zu nehmen:- Bei Kopfschmerzen hilft oft schon ein Spaziergang an der frischen Luft, ein Eisbeutel auf der Stirn oder eine gezielte Entspannungsübung.
- Beginnende Erkältungskrankheiten können in vielen Fällen mit einem Erkältungsbad, einem Kamilledampfbad und ausreichend Flüssigkeitszufuhr abgewehrt werden.
- Auch wenn Fieber auftritt, muss nicht gleich zur Chemie gegriffen werden. Bewährte Hausmittel wie Wadenwickel können das Fieber senken, und manchmal ist es hilfreich, einfach ein paar Tage im Bett zu bleiben und die Krankheit "auszuschwitzen".
- Bei Rückenschmerzen beseitigen Schmerzmittel nur die Symptome, nicht aber die Ursachen. Gymnastik, Entspannungsübungen und Massagen können dagegen nachhaltigen Erfolg erzielen.
Vorbeugen ist besser als heilen
- Am besten ist es natürlich, dafür zu sorgen, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen.
- Wechselduschen, regelmäßiger Aufenthalt im Freien auch bei kalter Witterung und hin und wieder ein Besuch in der Sauna beugen einer Erkältung wirkungsvoll vor.
- Vor Infektionskrankheiten schützt eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.
- Viele Erkrankungen lassen sich auf Stress und übermäßige Belastung zurückführen. Ausreichende Erholungsphasen und genügend Schlaf sind hier die beste Vorbeugung.
- Beispiele für erlaubte Medikamente Auch Athletinnen und Athleten können krank werden und gezwungen sein, Medikamente zu nehmen. Und für fast alle Beschwerden gibt es Medikamente, die nicht gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen.
- Medizinische Ausnahmegenehmigungen Müssen Athletinnen und Athleten aus medizinischen Gründen ein Medikament einnehmen, das eine verbotene Substanz enthält, muss hierfür eine Medizinische Ausnahmegenehmigung erteilt werden.
- Gesund leben Nur wer körperlich ganz gesund ist, kann im Sport Höchstleistungen erbringen. Es ist deshalb wichtig, den Athletinnen und Athleten Wissen darüber zu vermitteln, wie sie ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit erhalten können.
