Medikamente

Beispiele für erlaubte Medikamente

Auch Athletinnen und Athleten können krank werden und gezwungen sein, Medikamente zu nehmen. Und für fast alle Beschwerden gibt es alternative Medikamente, die nicht gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen.

Die NADA veröffentlicht jährlich eine umfangreiche Beispielliste erlaubter Medikamente, die derzeit rund 500 Präparate umfasst. Die nachfolgende, ebenfalls von der NADA erstellte Übersicht bietet lediglich eine enge Auswahl der gebräuchlichsten Medikamente bei häufig vorkommenden Krankheiten.

 

Schmerzen

Schmerzmittel allgemein:
ASS (z.B. Aspirin®), Ibuprofen (z.B. Dolormin ®), Paracetamol (ben-u-ron®), Diclofenac (z.B. Voltaren® – z.T. Rp), Tramadol (z.B. Tramal® Rp)

Zahnschmerzen:
ASS-Paracetamol-Koffein (bzw. Codein) (z.B. dolomo® TN Rp)

 

Erkältungskrankheiten und Atemwegsbeschwerden

Schnupfen:
Olynth®, Otriven®, Nasic®, Rhinospray®, Rhinomer®

Bronchitis, Husten:
Acetylcystein (z.B. ACC® akut), Ambroxol (z.B. Ambroxol®), Bromhexin (z.B. Bisolvon®), Codein (z.B. Codipront® Rp), Thymian (z.B. Bronchicum®)

Fieberhafte Infekte:
ASS (z.B. Aspirin®), Paracetamol, alle Antibiotika Rp

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden:
Dobendan®, Dorithricin®, Frubienzym®, Hexoral®, Mallebrin®, Meditonsin®, Salviathymol®

Asthma: Behandlung mit dem Verbandsarzt absprechen – einige Medikamente sind genehmigungspflichtig. Ausnahmegenehmigungen gibt es z.B. für Aarane®, Aerodur®, Allergospasmin®, Berotec®, Bricanyl®. Für Salbutamol (z.B. Apsomol®, Sultanol®), Salmeterol (z.B. aeromax® Serevent®) und Formoterol (Foradil®, Formatris®, Oxis®) zur Inhalation ist keine Medizinische Ausnahmegenehmigung mehr erforderlich. Für inhalatives Kortison, sofern es nicht mit einem verbotenen Beta-2-Agonisten kombiniert ist, ist ebenfalls keine Medizinische Ausnahmegenehmigung oder Anzeige bei der NADA mehr erforderlich.
Für Salbutamol gilt ein Grenzwert von 1600 µg pro 24 Stunden (je nach Präparat bis zu 8 bzw. bis zu 16 Hübe), für Formoterol von 36 µg pro 24 Stunden. In jedem Fall muss eine Behandlung auch mit den mittlerweile erlaubten Medikamenten bei einer Dopingkontrolle  im Kontrollformular vermerkt werden.

 

Allergien

Behandlung nasal:
Budesonid (z.B. Pulmicort® Topinasal® Rp), Natriumcromoglicat (Vividrin® allergische Augentropfen), Dexamethason (z.B. Dexa-Rhinospray® Rp) Einige Nasensprays sind kortisonhaltig, bei Dopingkontrollen immer angeben.

Behandlung oral:
Levocetirzin (z.B. Xusal®), Cetirizin (z.B. Zyrtec®), Desloratadin (z.B. Aerius Rp), Loratadin (z.B. Lisino®)

Behandlung im Augenbereich:
Allergodil, z.T. Rp, Cromo, Livocab

 

Magen- und Darmbeschwerden

Magenschmerzen und Sodbrennen:
Algeldrat (z.B. Maaloxan®), Butylscopolaminiumbromid (z.B. Buscopan®), Omeprazol (Omeprazol® Rp)

Übelkeit und Erbrechen:
Metoclopramid (z.B. Paspertin® Rp), Dimenhydrinat (z.B. Vomex A®) Meclozin (z.B. Postadoxin N® Rp), Scopolamin (z.B. Scopoderm TTS® Rp)

Durchfall:
Loperamid (z.B Imodium®, z.T. Rp), Perenterol®, Tannacomp®

Verstopfung:
Agiolax®, Dulcolax®, Laxoberal®

 

Sonstige

Schlafstörungen:
Planum® Rp, Hoggar® Night, Baldriparan® Nacht

Akute Verletzungen:
Lokalanästhetika, Kytta® Salbe/Balsam, Heparin Gel, Traumeel® S, Voltaren®

Hormone:
Alle Antibabypillen und "Pille danach" Rp, L-Thyroxin® RP (Schilddrüsenhormon)

Impfungen (inkl. Malariamittel):
Für Impfungen gibt es keine Beschränkungen. Sie sollten jedoch rechtzeitig geplant und möglichst in der wettkampffreien Zeit durchgeführt werden.

Service-Angebot der NADA

NADAmed - die Medikamentendatenbank der NADA

Die Online-Datenbank der NADA ermöglicht es Athletinnen und Athleten, aber auch ihren Betreuerinnen und Betreuern, sich gezielt und schnell über die Dopingrelevanz von Medikamenten zu informieren. mehr