Als Trainer bin ich doch in erster Linie für das Training zuständig. Ist mein Athlet nicht selbst verantwortlich für die anderen Bereiche seines Lebens?

Sicherlich sind Athletinnen und Athleten für ihr Leben selbst verantwortlich. Dennoch sollten deren persönliche Belange Ihnen nicht gleichgültig sein. Ihr Erfolg als Trainer wird schließlich an den Leistungen der von Ihnen betreuten Sportlerinnen und Sportler gemessen. Diese Leistungen sind aber in hohem Maße vom persönlichen Befinden und günstigen Bedingungen im Lebensumfeld abhängig.

In der Regel sind Sie der wichtigste Ansprechpartner für Ihre Athletinnen und Athleten. Sie erkennen vermutlich am besten, wie es ihnen geht, und bemerken es als erster, wenn sie in eine Krise geraten. Diese enge Beziehung bringt auch eine gewisse Verantwortung mit sich. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie für die Lösung sämtlicher Probleme zuständig sind. Im Bedarfsfall können Sie selbstverständlich professionelle Hilfe hinzuziehen, etwa einen Sportpsychologen oder eine Sportpsychologin. Wenn Probleme auftreten, die erkennbar außerhalb des sportlichen Bereichs liegen, kann es sinnvoll sein, Kontakt zu einer Beratungsstelle aufzunehmen.