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Trainer - Bezugsperson und Vorbild

Je jünger die Athletinnen und Athleten sind, umso wichtiger ist der Trainer oder die Trainerin als Bezugsperson. Er oder sie bietet mit Ratschlägen und mit dem eigenen Verhalten Orientierung bei der Bewältigung alltäglicher Probleme und Herausforderungen.

Wenn sich bei einer jungen Athletin oder einem Athleten eine Karriere im Spitzensport abzeichnet, scheint die biografische Fixierung auf den Sport unausweichlich. Durch die mit dem Training verbundene zeitliche Beanspruchung, die Aufwertung des Sports als zentraler Lebensinhalt und das allmähliche Wegbrechen von Kontakten außerhalb des Sports wird die Beziehung zum Trainer oder zur Trainerin immer enger.

Aus dieser Situation ergeben sich für junge Athletinnen und Athleten potenzielle Risiken, die Doping begünstigen können. Dazu gehören:

  • instabile Vorstellungen von der eigenen Identität
  • sozialer Rückzug von Freunden und Vertrauten außerhalb des Sports
  • fehlende Ausbildungs- und Karriereorientierung außerhalb des Sports
  • ökonomische Unsicherheit – die Sportkarriere bekommt existenzielle Bedeutung Vorbildfunktion

Wie hoch diese mit einer Sportkarriere verbundenen Risiken tatsächlich im Einzelfall sind, wird maßgeblich durch das Verhalten des Trainers oder der Trainerin und deren Umgang mit den Athletinnen und Athleten bestimmt.