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Die Sozialfigur Trainer

Das pädagogische Potenzial von Trainerinnen und Trainern ergibt sich aus dem Zusammenspiel von sportpraktischem Fachwissen und emotionaler Nähe und Vertrautheit zu den Athletinnen und Athleten. Sie bestimmen das Klima des menschlichen Miteinanders in der Trainingsgruppe, den Stellenwert von Leistung, Gruppenzusammenhalt und sozialer Integration. Sie verfolgen die Entwicklung jedes Athleten und jeder Athletin und lehren Werte und Normen, die weit über den Sport hinaus wirken und Konsequenzen auch für die Zeit nach dem Ende der Sportkarriere haben.

Der Sieg-Niederlage-Code, der dem System des Hochleistungssports innewohnt, wird von Trainerinnen und Trainern ebenso intensiv erlebt wie von den Athletinnen und Athleten. Daraus resultierende Konflikte werden im täglichen Training ausgetragen. Auf Seiten der Trainerinnen und Trainer lassen sich dabei unterschiedliche, zum Teil gegensätzliche Verhaltensweisen im Umgang mit den Jugendlichen bestimmen:

  • Sie loben und tadeln, motivieren und frustrieren.
  • Sie können die Persönlichkeit stärken oder sie in ihren Grundfesten erschüttern.
  • Sie achten oder missachten das Gelingen jugendlicher Entwicklung.
  • Sie sprechen die Perspektiven nach dem Ende der Sportkarriere an oder blenden dies völlig aus.
  • Sie sprechen sich für oder gegen ethische Werte im Sport aus.
  • Sie gehen im Training offen und transparent vor oder manipulieren die Trainierenden.