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Umsetzung der Anti-Doping-Bestimmungen

Sportliche Grundlage für die Sanktionierung von Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen sind der WADA-Code und der NADA-Code und die entsprechenden Regelwerke der Sportfachverbände.

Die Umsetzung des WADA-Codes

Der Anti-Doping-Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA wurde im Jahr 2003 verabschiedet und wird seit dem regelmäßig überarbeitet und aktualisiert. Die derzeit gültige Fassung trat am 1. Januar 2015 in Kraft. Inzwischen wurde der WADA-Code von fast allen Internationalen Sportfachverbänden, Ländern und Anti-Doping-Organisationen angenommen. Zur Umsetzung des WADA-Codes verpflichtet der Internationale Sportfachverband zumeist durch Mitgliedschaft den nationalen Sportverband, die Anti-Doping-Regeln in sein Regelwerk aufzunehmen. Der WADA-Code gilt somit verpflichtend für diejenigen Athletinnen und Athleten, die einem nationalen Fachverband angehören, der diese Regeln übernommen hat.

Der NADA-Code

Der WADA-Code wurde von der Nationalen Anti Doping Agentur NADA umgesetzt und den Besonderheiten in Deutschland angepasst. Hier war vor allem die Verbandsautonomie der Sportverbände zu beachten, die auf Artikel 9 des Grundgesetzes zurückgeht. Die NADA schließt mit den deutschen Sportfachverbänden Verträge, wonach sich die Verbände verpflichten, den NADA-Code in ihr Verbandsregelwerk zu übernehmen. Somit sind an den NADA-Code die Athletinnen und Athleten gebunden, die diesen nationalen Fachverbänden angehören, z.B. durch Regelanerkennungsvertrag, Lizenzen etc..