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Die Dopingdefinition

Doping in einem kurzen und prägnanten Satz zu definieren ist nicht einfach, denn es geht um weitaus mehr als die Anwendung verbotener Substanzen und Methoden im Leistungssport. Der folgende Auszug bietet Ihnen eine prägnante Übersicht der Anti-Doping-Bestimmungen.

Der aktuelle NADA-Code - auf einen Blick

Als Verstoß gegen Anti-Doping bestimmungen gilt das Vorhandensein einer Verbotenen Substanz, ihrer Metaboliten oder Marker in der Probe eines Athleten.

Als Verstoß gegen Anti-Doping bestimmungen gilt der Gebrauch oder der Versuch des Gebrauchs einer VerbotenenSubstanz oder einer Verbotenen Methode durch einen Athleten.

Als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gilt die Umgehung der Probenahme oder die Weigerung oder das Unterlassen, sich einer Probenahme zu unterziehen, die Umgehung einer Probenahme oder die Weigerung oder das Unterlassen ohne zwingenden Grund, sich nach entsprechender Benachrichtigung einer gemäß den anwendbaren Anti-Doping-Bestimmungen zulässigen Probenahme zu unterziehen.

Als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gilt jede Kombination von drei Versäumten Kontrollen und/oder Meldepflichtversäumnissen im Sinne des Internationalen Standards für Dopingkontrollen und Ermittlungen und/oder des Standards für Meldepflichten eines Athleten, der einem Registered Testing Pool oder dem Nationalen Testpool angehört, innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten.

Die Unzulässige Einflussnahme oder der Versuch der Unzulässigen Einflussnahme auf irgendeinen Teil des Dopingkontrollverfahrens.

Handlungen, die das Dopingkontrollverfahren auf unzulässige Weise beeinflussen, die jedoch ansonsten nicht in der Definition der Verbotenen Methoden enthalten wären.

Unzulässige Einflussnahme umfasst insbesondere die vorsätzliche Beeinträchtigung oder den Versuch der vorsätzlichen Beeinträchtigung des Personals zur Probenahme, die vorsätzliche Angabe von falschen Informationen gegenüber einer Anti-Doping-Organisation oder die Einschüchterung oder den Versuch der Einschüchterung eines potenziellen Zeugen.

Als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gilt der Besitz einer Verbotenen Substanz oder einer Verbotenen Methode.

Als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gilt das Inverkehrbringen oder der Versuch des Inverkehrbringens von einer Verbotenen Substanz oder einer Verbotenen Methode.

Als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gilt die Verabreichung oder der Versuch der Verabreichung an Athleten von Verbotenen Substanzen oder Verbotenen Methoden Innerhalb des Wettkampfs oder Außerhalb des Wettkampfs, sowie die Verabreichung oder der Versuch der Verabreichung von Verbotenen Methoden oder Verbotenen Substanzen, die Außerhalb des Wettkampfs verboten sind.

Als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gilt jegliche Form von Unterstützung, Aufforderung, Beihilfe, Anstiftung, Beteiligung, Verschleierung oder jede sonstige vorsätzliche Beteiligung im Zusammenhang mit einem Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen oder einem Versuch eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen oder einem Verstoß gegen Artikel10.12.1 durch eine andere Person.

Als Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen gilt der Umgang eines Athleten oder einer anderen Person, die an die Anti-Doping-Regelwerke einer Anti-Doping-Organisation gebunden ist, in beruflicher oder sportlicher Funktion mit einem Athletenbetreuer,

2.10.1
der an die Anti-Doping-Regelwerke einer Anti-Doping-Organi-sation gebunden ist und gesperrt ist; oder

2.10.2
der nicht an die Anti-Doping-Regelwerke einer Anti-Doping-Organisation gebunden ist und der nicht aufgrund eines Ergebnismanagement- und Disziplinarverfahrens gemäß NADC und/oder Code gesperrt wurde, jedoch dem in einem Straf-, Disziplinar- oder standesrechtlichen Verfahren ein Verhalten nachgewiesen oder der für ein solches Verhalten verurteilt wurde, das einen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen dargestellt hätte, soweit diese oder andere im Einklang mit dem Code stehenden Anti-Doping-Regeln zur Anwendung gelangt wären. Die Dauer des Umgangsverbots entspricht der im Straf-, Disziplinar- oder standesrechtlichen Verfahren festgelegten Strafe, beträgt mindestens jedoch sechs Jahre ab dem Zeit-punkt der Entscheidung; oder

2.10.3der als Stroh- oder Mittelsmann für eine in Artikel2.10.1 oder 2.10.2 beschriebene Person tätig wird. Eine für den Athleten oder die andere Person zuständige Anti-Doping-Organisation oder die WADA muss den Athletenoder eine andere Person im Voraus schriftlich über die Sperreoder Sanktionierung des Athletenbetreuers und die möglichen Konsequenzen eines verbotenen Umgangs informiert haben, und es muss dem Athleten oder einer anderen Person möglich sein, den Umgang angemessen zu vermeiden.Die Anti-Doping-Organisation soll – im Rahmen des Möglichen – dem in der schriftlichen Information an den Athletenoder die andere Person genannten Athletenbetreuer mit-teilen, dass der Athletenbetreuer innerhalb von 15 Tagen gegenüber der Anti-Doping-Organisation erklären kann, dass die in Artikel 2.10.1 und 2.10.2 beschriebenen Kriterien nicht auf ihn zutreffen. (Unbeschadet Artikel 17 gilt dieser Artikel, selbst wenn das Verhalten des Athletenbetreuers, das zu seiner Sperre führte, vor dem Datum des Inkrafttretens gemäß Artikel25 des Codes lag.) Der Athlet oder die andere Person muss beweisen, dass der Umgang mit dem in Artikel 2.10.1 und 2.10.2 beschriebenen Athletenbetreuer nicht in beruflicher oder sportlicher Funktion erfolgt. Anti-Doping-Organisationen, die Kenntnis von Athletenbe-treuern haben, die den in Artike l2.10.1, 2.10.2 oder 2.10.3 genannten Kriterien entsprechen, sind verpflichtet, diese Infor-mation an die WADA weiterzugeben.

Gilt nicht nur für Athleten

Sämtliche Verstöße gelten nicht nur für Athletinnen und Athleten. Der Besitz von und Handel mit verbotenen Wirkstoffen oder Hilfsmitteln für verbotene Methoden in Zusammenhang mit Athletinnen und Athleten im Wettkampf oder Training kann auch für Trainerinnen und Trainer und andere Athletenbetreuerinnen und -betreuer Sanktionen nach sich ziehen

Das gilt auch für jegliche Form der Tatbeteiligung. Wenn beispielsweise ein Trainer einer Athletin nahelegt, Dopingsubstanzen oder -methoden anzuwenden, oder ihr bei der Beschaffung und Anwendung behilflich ist, so verstößt er damit gegen die Anti-Doping-Bestimmungen.

Mögliche Sanktionen für Athletenbetreuerinnen und -betreuer sind der Entzug der Akkreditierung sowie das Verbot, in irgendeiner Funktion an Wettkämpfen teilzunehmen oder eine offizielle Funktion für den Sportverband oder -verein oder für Athletinnen und Athleten auszuüben.