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Trainings- und Wettkampf-kontrollen

Eine der Kernaufgaben der NADA ist die Planung und Koordination von Dopingkontrollen. Bei den Kontrollen wird grundsätzlich zwischen Trainings- und Wettkampfkontrollen unterschieden.

Trainingskontrollen sind Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen. Sie können jederzeit und an jedem Ort erfolgen, während des Trainings ebenso wie in der Freizeit. Die Kontrollen finden grundsätzlich unangemeldet statt. Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen finden bei allen Athletinnen und Athleten statt, die Mitglied eines Testpools der NADA sind.

Verfügbarkeit für Kontrollen ist Pflicht

Um ein effektives Doping-Kontroll-System zu gewährleisten ist es unerlässlich, dass Kontrollen unangekündigt erfolgen, damit sich niemand einer Kontrolle gewollt entziehen oder Manipulationen vornehmen kann. Aus diesem Grund ist es Pflicht für Athletinnen und Athleten der beiden ‚höheren‘ Testpools NTP und RTP, der NADA vierteljährlich im Voraus für jeden Tag des kommenden Quartals Angaben zu ihrem täglichen Übernachtungsort, zu Orten und Zeiten regelmäßiger Aktivitäten, zu Trainingsorten und -zeiten und vorgesehenen Wettkämpfen zu machen. Diese Meldepflicht schreibt die Welt Anti-Doping Agentur vor.

Mitglieder des Allgemeinen Testpools ATP müssen der NADA ihre Adress- und Kontaktdaten und Rahmentrainingspläne, sowie diesbezügliche Änderungen mitteilen. Aber auch sie müssen mit unangekündigten Kontrollen außerhalb von Wettkämpfen rechnen. Darauf sollten Trainer, die mit Jugendlichen in den Perspektivkadern arbeiten, hinweisen. Es gibt dabei kein vorgeschriebenes Mindestalter für die Aufnahme in einen Testpool. Vielmehr ist die Zugehörigkeit in einen Testpool abhängig von Sportart und Kaderzughörigkeit.

Wettkampfkontrollen

Seit 2008 hat die NADA sukzessive damit begonnen, Dopingkontrollen bei Wettkämpfen für verschiedene Verbände zu übernehmen. Seit dem 01.01.2015 obliegen die Wettkampfkontrollen in Gänze auch der NADA. So findet die gesamte Kontrollplanung durch die zentrale Instanz für saubere Leistung, die NADA statt. Auf diese Weise können die Sportfachverbände entlastet und von dem möglichen Verdacht der Einflussnahme befreit werden.

Bei Wettkampfkontrollen sind meist sogenannte Kontrollstationen eingerichtet. Bis zum Betreten der Kontrollstation werden die Athletinnen und Athleten dabei von einem so genannten Chaperon begleitet und beaufsichtigt, um eine Manipulationen auszuschließen.