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Ergebnismanagement

Nach Abschluss einer Dopingkontrolle gelangt die Probe verschlüsselt an eines der beiden deutschen Labore, um Neutralität bei der Analyse zu gewährleisten. Die Labore haben also zu keinem Zeitpunkt Kenntnis davon, von wem die Probe stammt. Erst bei Vorliegen eines von der Norm abweichenden Ergebnisses wird ermittelt, um wessen Probe es sich handelt. Dann überprüft die NADA den Vorgang.

Falls ein von der Norm abweichendes Analyseergebnis aus einer Dopingkontrolle resultiert, entschlüsselt die NADA selbst, von welcher Athletin oder welchem Athleten die Probe stammt. Daraufhin nimmt das Justitiariat die so genannte "Erste Überprüfung" vor. Dabei wird bspw. überprüft, ob eine Medizinische Ausnahmegenehmigung für die nachgewiesene Substanz vorliegt.

Ist dies nicht der Fall, hängt das weitere Vorgehen davon ab, wer das so genannte Ergebnismanagementverfahren durchführt. Macht der betroffene Sportfachverband das Ergebnismanagement selbst, so teilt die NADA ihm mit, dass eine positive A-Probe der Athletin oder des Athleten vorliegt. Danach ist es Aufgabe des Verbandes, die Athletin oder den Athleten zu informieren. Dabei muss eine Aufklärung über den möglichen Verstoß und über die einschlägigen Rechte erfolgen, zum Beispiel über das Recht auf Stellungnahme oder auf Öffnung der B-Probe. Hat der Sportfachverband die Durchführung des Ergebnismanagementverfahrens hingegen durch vertragliche Vereinbarung auf die NADA übertragen, ist es Aufgabe der NADA, den Athleten und den Verband entsprechend zu informieren.